Zurück zu den Erkrankungen
NOTFALL

Beugsehnenverletzung

Traumatischer Riss erfordert dringende Versorgung

Chirurgischer Notfall

Die Durchtrennung einer Beugesehne ist ein chirurgischer Notfall, der eine schnelle Reparatur (idealerweise innerhalb von 24-48 Stunden) erfordert, um die Chancen auf funktionelle Erholung zu optimieren.

Bei Wunde mit Unfähigkeit, einen Finger zu beugen: Rufen Sie sofort 112 an oder kontaktieren Sie uns unter +352 2468 4141

Was ist eine Beugesehne?

Beugesehnen sind die Strukturen, die das Beugen der Finger ermöglichen. Jeder Finger hat zwei Beugesehnen: den oberflächlichen Beuger und den tiefen Beuger. Sie verlaufen auf der palmaren Seite der Finger in einem Ringbandsystem, das sie gegen das Skelett hält.

Wie kommt es zu einer Beugsehnendurchtrennung?

Die Durchtrennung einer Beugesehne wird meist durch eine Wunde an Hand oder Fingern verursacht (Messer, Glas, Säge...). Nach der Durchtrennung kann der Patient den betroffenen Finger nicht mehr oder nur teilweise beugen.

Es handelt sich um einen chirurgischen Notfall: Die Reparatur sollte idealerweise innerhalb von 24 bis 48 Stunden durchgeführt werden, um die Chancen auf funktionelle Erholung zu optimieren.

Warum ist das Niveau der Läsion wichtig?

Chirurgen klassifizieren Läsionen in 5 Zonen, nummeriert von der Fingerspitze bis zum Unterarm. Prognose und Reparaturschwierigkeit variieren je nach betroffener Zone.

Zone 2 (auf Phalangenhöhe) ist am schwierigsten zu behandeln aufgrund ihrer geringen Vaskularisation und ihres begrenzten Raums. Hier ist das Risiko von Adhäsionen, die die Beweglichkeit einschränken, am höchsten.

Ich werde wegen einer Beugesehne operiert... was wird mit mir passieren?

Die Intervention besteht darin, die beiden Enden der durchtrennten Sehne zu nähen. Es ist eine minutiöse Chirurgie, meist unter Regionalanästhesie durchgeführt, ambulant.

Die Reparatur muss mehrere grundlegende Prinzipien respektieren, um eine solide Heilung zu ermöglichen und gleichzeitig das Gleiten der Sehne in ihren Ringbändern zu bewahren.

Was passiert nach der Intervention?

Die Rehabilitation ist absolut entscheidend für den Behandlungserfolg. Sie beginnt unmittelbar nach der Chirurgie mit Protokollen zur frühen Mobilisierung, die darauf abzielen, die reparierte Sehne gleiten zu lassen, um Adhäsionsbildung zu vermeiden, während die Naht geschützt wird.

Eine Schutzschiene wird in den ersten Wochen getragen. Die Mobilisierung ist zunächst passiv (der Physiotherapeut mobilisiert den Finger), dann progressiv aktiv. Der Behandlungserfolg beruht zu gleichen Teilen auf der Qualität der Chirurgie und der Strenge der Rehabilitation: Ihre Mitarbeit ist entscheidend.

Ist die Beugsehnenchirurgie eine risikofreie Operation?

Nein, natürlich nicht. Obwohl es sich um ein beherrschtes Verfahren handelt, können Komplikationen auftreten, auch wenn die üblichen Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden:

Adhäsionen

Hauptkomplikation, sie begrenzen die Fingerbeweglichkeit, indem sie das Sehnengleiten verhindern. Sie können eine chirurgische Revision (Tenolyse) erfordern, wenn die Rehabilitation nicht ausreicht.

Sekundärer Nahtriss

Möglich, wenn Schutzanweisungen nicht befolgt werden.

Gelenksteifheit

Folge von Adhäsionen oder Immobilisierung.

Andere Komplikationen

Infektion, Heilungsschwierigkeiten, Algodystrophie.

Wie ist die Prognose?

Die Prognose hängt von mehreren Faktoren ab: Zone der Läsion, Art der Wunde (glatt oder stumpf), Versorgungsverzögerung, Alter und Mitarbeit des Patienten bei der Rehabilitation.

Bei optimaler Versorgung und strenger Rehabilitation erholen die meisten Patienten eine gute Fingerfunktion. Eine gewisse Reststeifheit ist jedoch möglich, insbesondere bei Läsionen in Zone 2.

Was tun bei Wunde mit Unfähigkeit, einen Finger zu beugen?

  1. 1. Die Wunde mit einem sauberen Verband schützen.
  2. 2. Nicht versuchen, tief zu reinigen.
  3. 3. Die Hand hochlagern.
  4. 4. 112 anrufen oder uns sofort kontaktieren.

Wunde mit Unfähigkeit, einen Finger zu beugen?

Eine schnelle Versorgung ist entscheidend. Kontaktieren Sie uns sofort.

Notfall: 112 | Institut: +352 2468 4141

Telefonbereitschaft: 8:30-10:30 und 13:30-15:30